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Donnerstag, 04. März 2010 15:41 Alter: 150 Tag(e)
Rubrik: News
Von: Kerstin Ansaloni

Letzter Blick auf die Bauhausstadt

Ausstellung im Bauhausgebäude geht an diesem Sonntag zu Ende – Über 3.000 Besucher sahen die Schau zum Verhältnis zwischen Dessau und der Werkstatt der Moderne


© Matthias Lieschke

Am Sonntag geht im Dessauer Bauhausgebäude die Ausstellung „bauhausstadt“ erfolgreich zu Ende. Einen letzten Blick in die drei Zeitschnitte, mit denen die Schau das Verhältnis von Bauhaus und Stadt bis in die Gegenwart beleuchtet, können Interessierte am 7. März von 10 bis 18 Uhr werfen. Schon jetzt aber ist die Bilanz mehr als zufriedenstellend: Gut 3.200 Besucher zählte die Ausstellung insgesamt, viele von ihnen wurden durch Veranstaltungen wie die „Lange Hugo-Junkers-Nacht“ am 3. Februar und den Dessau-Tag „open bauhaus“ am 21. Februar 2010 angelockt.

 

„Die Stadt hat lange auf diese Auseinandersetzung mit dem berühmten Erbe in ihrer Mitte gewartet“, so Philipp Oswalt, Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau. „Das Signal, das mit dieser Ausstellung vom Bauhaus und der Institution der Stiftung ausging, haben die Bürger verstanden: Vorbei die Zeiten, in denen Bauhaus und Stadt einander weitgehend den Rücken kehrten. Die Bauhausstadt ist mehr als nur eine leidige Diskussion um einen Namen – ein Thema, was uns auch weiterhin beschäftigen wird. Das sind wir den Bürgern von Dessau-Roßlau schuldig.“

 

Gut besucht war auch das umfangreiche Beiprogramm zur Ausstellung, das Walter Prigge von der Stiftung Bauhaus Dessau verantwortete. Kontroverse Diskussionen zu Leitbild, Welterbe und Zukunftsperspektiven, Filmbeiträge und besondere Führungen zogen insgesamt fast 500 Interessierte an.

 

Die Stiftung Bauhaus Dessau wird sich auch nach dem Ende der Ausstellung weiter intensiv mit der Region beschäftigen, das als Land der Moderne noch zu entdecken ist. „Auch für uns selbst waren die Arbeit an dieser Ausstellung und die Beschäftigung mit der Geschichte der Region hochinteressant. Das wechselhafte Verhältnis zwischen Hochschule und Stadt offenbart bei näherer Betrachtung so viele Facetten, die eine weitere Untersuchung lohnen – gerade die DDR-Rezeption ist noch alles andere als vollständig aufgearbeitet und erweist sich als spannendes Feld“, resümiert die Kuratorin der Ausstellung und Vizedirektorin der Stiftung, Regina Bittner, ihre Beschäftigung mit der „bauhausstadt“.


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