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Samstag, 13. März 2010 13:00 Alter: 141 Tag(e)
Rubrik: News
Von: Ilka Hillger

Handballverein und Klinik sind Partner einer besonderen Aktion


SKD

Einen ungewöhnlichen Weg der Zusammenarbeit gehen der Dessau-Roßlauer Handballverein 06 und die Klinik für Innere Medizin des Städtischen Klinikums: Sie engagieren sich für die Früherkennung von Darmkrebs. Im bundesweiten Darmkrebsmonat März planen die Partner eine Aktion beim Handballspiel der 2. Bundesliga in der Anhalt-Arena am 14. März um 17 Uhr. Dann soll es für die Zuschauer nicht nur spannenden Handball sondern auch Informationen über die zweithäufigste Krebstodesursache in Deutschland geben.

Mit dem Anwurf zum Handballspiel Dessau-Roßlauer HV 06 gegen TV Emstetten startet die Klinik für Innere Medizin ihren Darmkrebs-Aufklärungsmonat mit einer Reihe von Veranstal-tungen. Chefarzt Prof. Dr. Mathias Plauth und Handball-Vereinspräsident Thomas Zänger be-streiten die erste Runde gemeinsam. In der Halbzeitpause des Spiels wird über eine Video-wand das Gespräch der Beiden am Hallen-Mikrofon übertragen. Wie funktioniert Darmkrebs-Früherkennung? An wen muss man sich wenden, was kostet das, wann besteht ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs? – auf diese Fragen soll in der Spielpause eine Antwort gegeben wer-den. Während des gesamten Spiels gibt es für die Zuschauer Informationen, Flyer zum Mit-nehmen und Fragebögen zum Selbsttest.

„Wir möchten in diesem Jahr ganz bewusst die Bürger in einem Moment oder einer Situation auf Darmkrebs-Früherkennung ansprechen, in denen sie es überhaupt nicht erwarten“, erklärt Chefarzt Prof. Dr. Mathias Plauth die Idee. „Deshalb sind wir dem Handballverein sehr dank-bar, dass wir dessen Turnier für unser Anliegen nutzen dürfen und dabei so viel Unterstützung von Seiten des Vereins erfahren.“

Darmkrebsmonat der Stiftung LebensBlicke

Der März gilt deutschlandweit als Darmkrebsmonat. Über die Stiftung LebensBlicke, deren Regionalbeauftragter Prof. Dr. Plauth ist, finden in allen Bundesländern vielfältige Aktionen zur Aufklärung der Bevölkerung statt, allein in Sachsen-Anhalt über 400. Und Informationen zum Darmkrebs sind nötig: Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebsleiden in Deutschland. Jedes Jahr trifft die Diagnose über 73 000 Frauen und Männer, über 27 000 Menschen sterben pro Jahr daran. „Das sind zwei Jumbo-Jets voller Menschen, die wöchentlich abstürzen würden“, beschreibt der Chefarzt, der auch Regionalbeauftragter der Stiftung LebensBlicke ist, die Zahl erschreckend bildlich. Dabei muss Früherkennung mittels Okkultbluttest oder Darmspiegelung nicht beängstigend sein. „Auf Wunsch des Patienten führen wir Darmspiegelungen mit einer so genannten Schlafspritze durch“, so Plauth. Schließlich ist der Ausblick lohnend: Darmkrebs
früh erkannt ist nahezu 100-prozentig heilbar. Bei Personen, die sich innerhalb der letzten zehn Jahre einer Darmspiegelung unterzogen haben, finden sich viel seltener fortgeschrittene Vorstufen von Darmkrebs. Insbesondere im linken Bereich des Darms ist das Risiko für Darm-krebs und seine Vorstufen drastisch vermindert, wie Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum ermittelten. Die Ergebnisse unterstreichen das große Potenzial der Darmspiegelung für die Verhütung von Darmkrebs.

Weitere Veranstaltungen im Darmkrebsmonat am Städtischen Klinikum

Neben dem Dessauer Auftakt zum Darmkrebsmonat am 14. März in der Anhalt-Arena finden folgende Veranstaltungen zum Thema im Städtischen Klinikum statt:
12. März, 15 Uhr, Cafeteria, Prof. Dr. Mathias Plauth, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, zeigt einen Film zur Darmspiegelung und steht danach für Fragen zur Verfügung
16. März, 15 Uhr, Cafeteria: Dr. Uta Lemke, Oberärztin der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie, erklärt das Thema „Die virtuelle Darmspiege-lung“
24. März, 16 Uhr, Cafeteria: Dr. Dr. Reinhard Schück, Chefarzt der Klinik für Chirurgie, spricht zum Thema der chirurgischen Behandlung von Darmkrebs und steht für Fragen zur Verfügung
25. März, 15 Uhr, Cafeteria: Dr. Ilja Ciernik, Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie, betrachtet Darmkrebs aus strahlentherapeutischer Sicht.


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